Was ist der Unterschied zwischen Bio und Öko?

Um es gleich vorweg zu nehmen, es gibt keinen Unterschied zwischen "Bio" und "Öko". Beide Begriffe kennzeichnen Produkte, die im biologischen bzw. ökologischen Landbau produziert wurden. Es gibt zwar eine Vielzahl von Bio- und Ökosiegeln, sie basieren aber alle auf dem Grundprinzip des ökologischen Landbaus. Der ökologische Landbau steht für besonders umweltverträglich und artgerecht hergestellte Produkte bzw. Lebensmittel. Sowohl "Bio" und "Biologisch" als auch "Öko" und "Ökologisch" sind gesetzlich geschützte Begriffe.

Die Grundprinzipien des Ökolandbaus

Der Ökolandbau basiert auf folgenden Grundprinzipien: 

  • Verzicht auf mineralische Stickstoffdüngemittel;
  • Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel;
  • Organische Düngung und Anbau von stickstofffixierenden Eiweißpflanzen (Leguminosen) zur Förderung der Humusbildung und Bodenfruchtbarkeit;
  • Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten, um den Bodenabtrag durch Erosion zu vermeiden;
  • Artgerechte Tierhaltung, mit genügend Auslauf und Bewegung, längerer Mastzeit und einen geringeren Antibiotikaeinsatz.

Die Umsetzung dieser Prinzipien ermöglicht einen nahezu geschlossenen Nährstoffkreislauf.

Begriffe, die nicht "Bio" oder "Öko" bedeuten

Es gibt aber auch Begriffe, die den Anschein erwecken, ein Produkt würde aus ökologischem Anbau stammen. Zu diesen Begriffen gehören:

  • naturnah
  • nachhaltig
  • kontrolliert(er Anbau)
  • umweltschonend
  • umweltverträglich
  • unbehandelt
  • integrierte(r Landbau)
  • aus kontrolliertem Vertragsanbau

Bei diesen Begriffen ist Vorsicht geboten. Denn sie werden gerne zu Marketingzwecken eingesetzt, sind aber reine Worthülsen. Sie sind gesetzlich nämlich nicht geschützt.

 

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