Fair-Trade Gütesiegel in Serie: Gepa -Siegel

„Wir kennen die Menschen, mit denen wir handeln.“ Das ist ein Leitspruch des Unternehmens, das sich selbst seit 2007 als „The Fairtrade Company“ bezeichnet. Mit über 150 Mitarbeitern (Zahlen aus 2013) ist die Gepa einer der größten Importeure für Fair -Trade Waren aus dem südlichen Teil der Welt wie Ghana oder Mexiko. Gepa steht als Abkürzung für den eingetragenen Unternehmensnamen Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt
Als Gesellschafter stehen kirchliche Organisationen wie Brot für die Welt  hinter der Gepa, die sich Mitte der 70er Jahre in den Niederlanden gegründet hat.


Kriterien und Ziele der Gepa:


Das Unternehmen lehnt Kinderarbeit und Gentechnik kategorisch ab.
Die Gepa fasst ihre Unternehmensziele in drei große Bereiche zusammen.  Als Grundlage ihrer Arbeit sieht die Gepa die Förderung von Produzenten aus dem südlichen Bereich der Welt. Dies geschieht vor allem durch die Zahlung eines fairen Preises. Zusätzlich stellt das Unternehmen auch ein Beratungsangebot für ihre Produzenten zur Verfügung und leistet Vorauszahlungen, damit zum Beispiel Saatgut erworben werden kann. Dabei setzt die Gepa ausdrücklich auf langfristige Handelsbeziehungen.

Die Gepa importiert sowohl fair gehandelte Lebensmittel als auch Handwerksprodukte. Im Jahr 2013 stammten 72% der Lebensmittel, die von dem Unternehmen importiert worden, zu 100% aus fair gehandelten Rohrstoffen. Des Weiteren kommen 75% aller Lebensmittel aus ökologischen Anbau. Jedoch versteht sich die Gepa nicht als reiner Importeur von Fair-Trade Ware, sondern möchte sowohl das Verhalten der Konsumenten als auch die Strukturen des Welthandels langfristig verändern.

 

Kritik an und von der Gepa

2013 hat die Dokumentation „Der Fairer Handel auf dem Prüfstand“ von Donatien Lemaitre der ganze Fairer-Trade Brance vorgeworfen, dass es ihnen nur noch um Marketing und Profit ginge, anstelle der Beseitigung von Unrecht. Die Gepa reagierte mit einer Stellungsnahme, in der sie nochmal betonte, dass sie ihre Verantwortung nicht nur im Import von Fair -Trade Waren sieht, sondern auch einen gesellschaftlichen Auftrag wahrnehme, um Veränderungen zu bewirken,
Ihrerseits kritisiert die Gepa die Kritierien der FLO, die das Unternehmen als nicht stark genug bewertet. Als Konsequenz kommen immer mehr Gepa-Produkte ohne TransFair Siegel auf dem Markt.    

Bild: Schokolade mit Gepa Siegel /  CC -Lizenz Flickr/ Bodo

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