Fair-Trade Gütesiegel in Serie: EU-Biosiegel

Seit 2010 ist das Ährenblatt aus Sternen, das auf einem grünen Hintergrund liegt, das einheitliche EU-Biosiegel. Das Siegel war zunächst freiwillig, ist aber seit dem Sommer 2012 für alle Bio-Lebensmittel innerhalb der EU verpflichtend. Laut Angaben aus 2014 tragen ungefähr 70.000 Lebensmittel das Logo. Doch nicht nur das Logo ist ein Merkmal der EU -Bio Verordnung, jedes Lebensmittel muss zusätzlich mit dem Code der Kontrollstelle, sowie der Herkunftsangaben der Zutaten kennzeichnet sein. Transparenz ist also ein großes Kennzeichen des EU-Biosiegels, das das Ziel verfolgt, den ökologischen Anbau von Erzeugnissen und Produkten zu fördern.



Kriterien des EU-Biosiegels

Ein Produkt darf das EU-Biosiegel tragen, wenn es zwei grundlegende Kriterien erfolgt. Zum einem müssen 95% der Zutaten aus ökologischem Anbau stammen, zum anderen darf nur 0,9% der Inhaltsstoffe gentechnisch verändert sein.

 Darüber hinaus ist aber auch die Verwendung von Pestiziden verboten.  Neben den Richtlinien für den Landanbau ist für die Führung des Siegels auch artgerechte Tierhaltung vorgeschrieben. Dazu zählen unter anderem mehr Platz für die Tiere und der Verzicht auf Antibiotika, stattdessen soll zur Fütterung wiederum biologisches Futtermittel eingesetzt werden. Jedoch rufen gerade die nicht ins Detail ausformulierten Richtlinien zur Haltung von Tieren viele Kritiker auf dem Plan, die sich konkretere Vorgaben wünschen.  

Kritik am EU-Biosiegel


Die Kritik am Biosiegel der EU ist relativ groß. Im Zentrum stehen dabei die wenigen Kriterien, die zur Vergabe des Siegels führen. Viele Siegel anderer Oköverbände sind an deutlich vielschichtigeren Kriterien geknüpft - sowie die, in unserer Serie bereits vorgestellten, Siegel von der FLO oder der GEPA. Auch die Vorschriften zur artgerechten Tierhaltung finden viele Kritiker. Für viele lässt der Begriff der „artgerechten Haltung“ zuviel Spielraum zur Interpretation. Außerdem dürfen Tiere theoretisch einen Weg durch ganz Europa zurücklegen bis sie zum Schlachthof kommen, da es keine Bestimmungen oder maximal Begrenzungen für den Weg zum Schlachthof existieren.

 

Bild: Copyright bei Europäischer Komission - http://ec.europa.eu/agriculture/organic/downloads/logo/index_de.htm

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