Fair -Trade Gütesiegel in Serie: Das TransFair -Siegel

In dieser neuen Blogserie werden in regelmäßigen Abständen die wichtigsten Einzelheiten der verschiedenen Fair-Trade Gütesiegel beleuchtet.

Das Transfair-Siegel gehört mit seinem dreigliedrigen Farbschema zu den bekanntesten und größten Gütesiegel für fairen Handel überhaupt. Ausgegeben wird das Siegel von dem 1997 gegründetem  internationalen Dachverband Fairtrade Labelling Organizations International, der sich mit FLO abkürzt. Das Siegel selbst wurde von FLO im Jahr 2002 herausgebracht, seit 2003 gilt das  Siegel in den meisten Ländern als vereinheitlicht.

Die Bedeutung der Farben des TransFair Siegels:



Die Erkennungsfarben des Siegels sind grün, blau und schwarz und nicht ohne Grund gewählt, denn jede dieser Farben spiegelt einen Aspekt der Philosophie des Verbandes wieder. Der blaue Anteil steht für Chancen und Möglichkeiten, während durch das Grün die Hoffnung und der Wachstum symbolisiert werden soll. Ein wichtiger Aspekt des Siegels ist es auch, dass die Formen ineinandergreifen, denn auf diese Weise wird die Verbindung zwischen dem Wunsch der Produzenten nach mehr Selbstbestimmung und dem Wunsch der Konsumenten nach mehr Gerechtigkeit Ausdruck verliehen. Im Mittelpunkt des Siegels und auch im Verständnis der FLO steht aber der Mensch aus den Produzentenländern.


Die Vergabekriterien des TransFair Siegels:



Die zentrale Bedeutung des Produzenten bei der FLO spiegelt sich natürlich vor allem in den Kriterien für die Vergabe des Gütesiegels wieder. So ist ein Hauptkriterium die Einhaltung der Zahlung eines Mindestpreises, der sowohl die Produktionskosten, als auch die Lebenshaltungskosten der Produzenten abdecken soll. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Verzicht auf Zwischenhändlern, also eine Fokussierung auf den direkten Handel mit den Produzenten. Eine Besonderheit bei der Vergabe des Siegels besteht in der Abgabe einer Sozialprämie, die auch Fair-Trade-Prämie genannt wird, mit  deren Hilfe soziale Entwicklungsprojekte gefördert werden.
Das Fair-Trade Produkt mit den höchsten Verkaufszahlen ist übrigens immer noch Kaffee, der eines der ersten Produkte war, die überhaupt fair gehandelt wurden. Die Produktdatenbank der FLO umfasst derzeit 1669 Produkte.  

Kritik am TrainsFair-Siegel:

   
 
Große Kritik musste der Verband für die Vereinheitlichung der Bemessungsgrenze für seine Produkte einstecken, nach dieser Grenze müssen Mischprodukte, wie Eis oder Kekse, nur zu einem Fünftel aus Fair-Trade Produkten bestehen. Auch die Zusammenarbeit mit Discountern wie Lidl wird immer wieder stark kritisiert, weil der Markt dadurch mit Fair -Trade- Produkten überschwemmt werden würde und immer mehr Produzenten auf ihren Produkten sitzen blieben. Generell sind für viele andere Verbände die Kriterien der FLO nicht stark genug, da diese sich vor allem auf Produktion und Handel mit Rohstoffen beziehen.

 

Bild: Bananen mit dem Transfair-Logo - Gemeinfrei / Wikipedia

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